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Normale Version: Mausiges Problem: Trächtig?
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Hallo!

Ich habe ein kleines Problem.

Vor einiger Zeit (Dezember '08) habe ich 2 Stachelmäuse von einem seriösen Züchter erworben. Es sollten ein Junge und ein Mädchen sein, da er mir aber erzählte, dass es bei diesen Tieren nicht so einen starken Baby-Boom geben soll, und ich diese Tiere retten wollte, bevor sie ein Schlangen-Züchter oder Labor-Typ mitnimmt habe ich sie ihm abgekauft. Es waren die letzten und sie taten mir auf dieser Börse doch irgendwie Leid. Sie haben dann ein Riesen-Terrarium bekommen mit vielen Klettermöglichkeiten und sie lebten sich sehr gut ein und waren gesund. Auch das Futter habe ich mausgerecht zusammen gemixt und sie fanden es toll. Es gab immer wieder Abwechslung.
Sie haben sich auch sehr gut verstanden und nie Auffälligkeiten gezeigt. Nach dem ich mir einen Ratgeber (den einzigen) zugelegt hatte, informierte ich mich erstmal über die Geschlechter. Alles deutete auf zwei Männchen hin und ich machte mir keine Sorgen mehr wegen ungewollten Babys. Aber ich bin nunmal ein Laie und das sind meine ersten Stachelmäuse gewesen...

Doch dann, ganz plötzlich, verstarb eine der beiden Mäuse im Mai und ich musste die andere erstmal wieder aufpäppeln, was mir nach diesem Schock, finde ich, sehr gut gelungen ist. Sie ist wieder wie vorher und benimmt sich, als wäre der Partner nie da gewesen.
Allerdings ist mir etwas aufgefallen: Sie sieht plötzlich mehr nach Mädchen aus (verstorbener Partner war eindeutig ein Junge) und hat einen sehr kugeligen Bauch bekommen und nimmt trotz "Futterrückstfung" (ich gebs zu: sie bekam ein bisschen zu viel) stätig zu. Ich wiege sie jetzt wöchentlich und beobachte das ganze seit 2 1/2 Wochen. Sie hat schon um 7g zugenommen!

Kann es sein, dass sie vielleicht Junge erwartet?

Wenn ja hätte ich ein kleines Problem, denn es ist ja keine Maus mehr da, die ihr bei der Geburt helfen könnte.
Schafft sie das auch alleine, oder muss ich dann Hebamme spielen? Was ist wenn sie die Jungen verstößt?
Kann ein Laie wie ich sie dann mit dem richtigen Präparat aufziehen?
Was eignet sich dafür und haben die wahrscheinlichen Jungen dann überhaupt eine Chance?
In dem Buch habe ich nichts direktes gefunden und deshalb habe ich mich an dieses Forum gewendet.
Außerdem kann ich die vielen Infos dann auch in mein Forum einfließen lassen, falls eins meiner Mitglieder auch mal ein solches Problem hat.

Mich Interessiert auch noch, was dann danach passiert.
Besteht die gefahr einer Innzucht, wenn ich die Geschlechter falsch deute und die Jungen bei der Mutter lasse? Oder erkennen sie ihre Verwandten?

Oder: Wie soll ich vorgehen, wenn das alles nur ein Fehlalarm war. Dann ist meine Stachelmaus ja ganz alleine. Soll ich ihr den Stress einer Zusammenführung mit einer fremden Maus zu muten oder kann sie auch alleine mit viel Liebe von Menschen leben?
Ich persönlich traue mir eine Zusammenführung nicht zu, aber die maus möchte ich auf jeden fall behalten. Ihr geht es eigentlich jetzt total gut. Sie frisst und trinkt und verhält sich so, wie wenn ihr partner noch da wäre.

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen und es ist auch eine komische Geschichte, aber ich möchte wissen, wie ich mich verhalten soll.

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen. Es ist ja auch im Sinne der Stachelmaus.

Schonmal im Voraus Danke.

LG LillyMaus
Diese Infos beziehen sich jetzt mehr auf Mäuse allgemein, nicht speziell auf Stachelmäuse. Trotzdem gelten diese Grundsätze auch für Stachler.

Das Wort 'seriöser Züchter' finde ich in dieser ganzen Situation nicht wirklich angebracht - wenn es ein wirklich seriöser Züchter wäre, dann könnten Zweifel an einer Geschlechterbestimmung gar nicht erst auftreten.
Dies aber nur am Rande, denn darum geht es in dem Posting ja nicht.

Mäuse erkennen ihre Verwandten nicht. Geschwister werden sich gegenseitig bei allen Mausarten decken, und es wird immer zum Nachwuchs kommen. Ich kann dir leider nicht sagen, wieso sich dieses Gerücht nach wie vor so hartnäckig hält, aber es ist wirklich nur ein Gerücht. Mausweibchen plus Bock führt mit exakt der selben Wahrscheinlichkeit zu Nachwuchs, völlig unabhängig vom Verwandtschaftsgrad. Die Jungböckchen können durchaus sofort nach der Geschlechtsreife auch ihre eigene Mutter decken. Die kennen da keinerlei Skrupel.

Mäuse sind soziale Tiere. Sie benötigen unbedingt gleichartige Gesellschaft. Menschen können ihnen nicht geben, was sie an sozialem Kontakt benötigen.

Stell dir vor, dein einziger Sozialpartner in deinem gesamten Leben ist ein Schimpanse. Mit dem kannst du nicht reden, er bevorzugt andere Nahrung, er 'spricht' eine andere Sprache, und ist komplett anders. Das selbe gilt in noch viel extremerem Maß für eine Menschen-Mäuse-Beziehung. Eine Maus ohne Mauspartner ist nur unglücklich und vegetiert nur vor sich hin. Sie konzentriert sich natürlich dann auf den Halter, aber es ist eben nur der Strohhalm, der sie vor dem Ertrinken bewahren kann, eine absolute Notlösung. Eine glückliche Maus benötigt unbedingt artgleiche Sozialkontakte. Jemanden zum putzen, kuscheln, oder einfach nur so mit dem selben Schlaf/Wachrhythmus. Das kann ein Mensch nicht mal ansatzweise bieten.
Danke erstmal! Das hat mir sehr geholfen, allerdings sind da ja noch ein paar Fragen.^^ Besteht jetzt eigentlich bei Stachelmäusen die Gefahr der dramatischen Inzucht mit geistesgestörten und behinderten Tieren? (Wenn ein männliches Baby kommen sollte, kann ich es dann da lassen? Oder muss er weg oder kastriert werden? habe nämlich keinen TA, der Mäuse-Böckchen kastriert...)
Mit dem Züchter: Er wusste schon wovon er redet. Ich habe die Geschlechter (nochmal) falsch gedeutet. Ich kann das eigentlich nur bei Dsungarischen Zwerghamstern. Und aanscheinend war es ja richtig, was er sagte. Der verstorbene war eindeutig ein Junge und die Verbliebene sieht nach Mädchen aus.

Die Hauptfrage ist ja: Ist es bei diesen Umständen wirklich möglich, dass sie trächtig ist?

Ich werde jetzt jede Woche die Gewichte hier mal reinschreiben, damit man sich da mal ein Bild machen kann.
Ich bin bei meinen Messungen erstmal von dem normal Gewicht einer Sinai-Stachelmaus ausgegeangen (in meinem Buch stand ca. 34g). Ich weiß, die Stachelmaus kann auch mehr wiegen, aber ich finde es komisch, dass sie jede Woche zunimmt, egal wie viel Futter sie bekommt.
Ich habe angefangen, als der Partner gestorben ist, weil sie mir da erst richtig kugelig vorgekommen ist.

Diese (noch) Woche wog sie (von 34g aus) 9g zu viel. Die Messungen begannen vor 3 Wochen mit (von 34g aus) 2g zu viel.

Ich hoffe, ich weiß bald mehr und es klappt alles UND ich gehe den Usern hier nicht auf die Nerven.^^

Trotzdem danke nochmal. Ich studiere ständig mein Buch und das Internet, aber ich komme einfach nicht weiter. Von so etwas habe ich keine Ahnung oder Erfahrung und die Stachel-Dame tut mir ja auch Leid, aber während diesen Umständen kommt erstmal kein Partner dazu, erst wenn ich weiß, was los ist. Und wenn alles überstanden ist (oder gar nicht erst angefangen hat), traue ich mir eine Vergesellschaftung eigentlich nicht zu. Ich kann sie ja mit Zwerghamstern zusammenbringen. War nur ein Scherz...^^
Mal sehen, mal schauen, ob mir nochjemand helfen kann.

DANKE vielmals nochmal!

LG LillyMaus
Also bei verschieden geschlechtlichen Tieren ist wirklich davon auszugehen, dass es zu einer Schwangerschaft kommen wird - die Verwandtschaftsverhältnisse spielen da wirklich keine Rolle. Von daher bleibt dir leider nichts anderes übrig, als einen potenten Bock in einer Damengruppe 'entschärfen' zu lassen. Es kommt bei Mäuse gelegentlich vor, dass in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe ein potenter Bock ein Weibchen nicht deckt (oder das Weibchen oder der Bock evtl. auch einfach nicht zeugungsfähig sind) - allerdings kann man sich da natürlich überhaupt nicht drauf verlassen, und die Wahrscheinlichkeiten sind sehr gering.

Sollte nun schon ein Inzuchtwurf unterwegs sein, dann kannst du sowieso nur versuchen, diesen so gut wie möglich auf zu ziehen. Bei den Stachlern kann ich da jetzt leider nicht so wirklich was Konkretes sagen, bei den Farbmäusen ist es allerdings so, dass die verfügbare Farbmauspopulation auf AFAIK nachweislich 12 genetisch nicht verwandte Stämme zurück geht. Das schränkt den Genpool und damit die Genvielfalt natürlich erheblich ein. Ich fürchte, dass das bei Stachlern nicht groß anders ist.

Zwar sind Mäusepopulationen in ihrer wildlebenden Form evolutionär schon immer mit Inzuchtlinien durchzogen worden, allerdings ist natürlich die Ausgangssituation denkbar ungünstig, wenn die Zuchtstämme von nur so extrem wenigen Tieren abhingen. Der Genpool der Haustier-Mäuse ist dadurch leider sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, was sich natürlich auch auf die Würfe auswirkt. Das alles sollte allerdings eigentlich nur dann eine Rolle spielen, wenn man wirklich Würfe planen sollte (IMHO sollte man das wirklich nicht, außer, man hat einen wirklich sehr guten Grund dafür, und kennt sich sehr gut mit Genetik aus). Aber das ist ja in deinem Fall nicht relevant.

Je nach dem, wie eng die Eltern verwandt waren, kann es natürlich schon zu kränklichen Tieren kommen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eben einfach nicht so alt werden deutlich höher, als dass sie irgend welche Verhaltensstörungen haben werden. Du kannst in jedem Fall nur dafür sorgen, dass sie ein möglichst gutes Leben haben.

Ob deine Maus wirklich schwanger wird, kann man natürlich so nicht sagen. Normalerweise sieht man - wenn überhaupt - erst 2-3 Tage vor dem Wurf, dass die werdende Mutter 'zu nimmt'. Aber davon kann es natürlich Abweichungen geben.

Wie lange müsste die Mutter denn mindestens schon trächtig sein, wenn sie es wäre? Die Geburt und Aufzucht ist ein Extremststress für eine Maus - wenn genug Zeit bis zur Entbindung bleibt, sollte man unbedingt dafür sorgen, dass sie eine Partnermaus als Amme hat, die sie deutlich entlasten kann (und normalerweise auch wird). Das können auch Kastraten sein, die kümmern sich wirklich oft rührendst um fremden Nachwuchs, und die Mäusemama kann dann mal wieder zu Kräften kommen.

Die Gewichtsangaben sind natürlich nur reine statistische Werte. Davon können die tatsächlichen Gewichte erheblich abweichen. Es gibt Mäuse, die dick werden, andere bleiben schlank - beim selben Futter.
7g Gewichtszunahme in 3 Wochen ist da jetzt nicht so wahnsinnig ungewöhnlich. Zumal wie gesagt bei Schwangerschafte neigentlich wirklich erst in der letzten halben Woche wirklich Auswirkungen zu sehen/messen sind. Von daher hab ich gute Hoffnung, dass deine Maus einfach nur dicker wird, ohne Trächtigkeit. Bis zum Abschluss der Schwangerschaftsquarantäne solltest du sie aber natürlich trotzdem wie schwanger behandeln, und viel Eiweißfutter anbieten. Wenns um sonst war, ist sie schlimmsten Falls danach einfach etwas übergewichtig, aber gesund. Wenn du nicht genug Eiweiß zu fütterst, sie aber doch schwanger ist, dann drohte Mangelernährung, und das Überleben der Babies ist in akuter Lebensgefahr.

Und zu deinem Scherz, die Mäuse zum Hamster zu setzen: Nicht, dass das jemand noch als Anregung auffasst - der Hamster wird die Maus höchstwahrscheinlich in einem blutigen Gemetzel innerhalb kürzester Zeit schwerste Verletzungen zufügen, an denen sie qualvoll krepieren wird.
Das ist wirklich nur ein Scherz, und darf NIEMALS wirklich umgesetzt werden.
Dies nur so als Hinweis für stille Mitleser.
Danke, das hat mir sehr weitergeholfen! Jetzt weiß ich was ich bedenken muss. Sie hält ihr Gewicht jetzt übrigens (7g zu viel). Also Mäuse sind bei einer Vergesellschaftung nicht so aggressiv, oder? Sonst könnte ich einer schwangeren Maus das ja nicht zumuten, aber wenn du dagst, dass ich das tun sollte.. ^^ Da kann ja dann eigentlich nix großes passieren. Vielen Dank nochmal!
Mäuse sind auch nur Menschen :-D - also wenn sie zicken wollen, dann tun sie das auch, aber du kannst sie um die potenziell schwangere zu entlasten, erst mal eher auf kleinerem Raum halten, damit Revierstreitigkeiten, wenn sie auftreten sollten, erst lange genug nach dem Wurf auftreten.

Ich würde sia nach Wiki vergesellschaften, dabei gut beobachten, gute Nistmöglichkeiten anbieten, aber noch wenig Fläche und wenig Inventar anbieten, bis der Wurf  entweder 2 Wochen alt oder älter ist, oder eine Schwangerschaftsquarantäne abgeschlossen ist. Wenn es zu echtem Streit kommt, dann lieber früher trennen, und nichts riskieren.

Aber falls dir jemand mit Stachlererfahrung was anderes sagt, dann hör darauf, und ignorier mein Posting!
Danke!^^ Ich dachte, es ist besser, wenn sie viel Raum haben (am Anfang). Naja, wieder was dazu gelernt...Wink Sie wiegt jetzt wieder 11g zu viel... Sie hat jetzt ganz plötzlich wieder zugenommen. Alles fing mit 2g zu viel an (da war sie schon längst erwachsen) und jetzt sind es schon 11g. 5 Wochen sind um... Ich gebe ihr noch 2 Wochen, wenn dann nix passiert, ist sie wirklich zu fett.^^
Sorry, dass ich ohne Antwort einen neuen Beitrag schreibe, aber ich habe Neues zu berichten: Meine Stachelmausdame müsste bald (falls sie wirklich trächtig ist) werfen. Heute kam sie mir besonders kugelig vor. Hoffentlich wird es was und die Jungen sind gesund. Smile Leider fahre ich von Montag auf Mittwoch weg. Mal hoffen, dass sie meiner Mutter keine Probleme macht. Sie wird heute nochmal gewogen. Am Mittwoch oder Donnerstag berichte ich wieder. Danke für die Unterstützung.
Ok, es hat sich nichts getan. Aber wie kann eine Stachelmaus beim selben Futter und obwohl sie erwachsen ist und immer die selbe Menge bekommt so fett werden? Gute Nachrichten: Sie nimmt wieder ab. Wir fahren jetzt eh in den Urlaub und da nimmt sie jedes mal ab. Sie übersteht die Reise sehr gut und freut sich immer wenns losgeht. Voll süß!
Du nimmst die Maus mit in den Urlaub?

Sorry,
aber das ist ein absolutes No-Go.
Das ist eine Menge Streß für das Tier, der schlicht und ergreifend unnötig ist.
Lass die Maus besser zu Hause und beauftrage einen "Sitter", die Maus regelmäßig zu versorgen.

(Ich hoffe doch mal, das die Maus nicht alleine leben muss...)
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